Bildungs-Paradoxa
Eines der schwerwiegendsten Probleme in der aktuellen Bildungsdiskussion sind sicherlich die unauflösbaren Paradoxa, die quer durch die üblichen Lager gehen und die tägliche Arbeit besonders erschweren, jedenfalls dann, wenn man den Bildungsdiskurs einigermaßen ernst nimmt. Diese Paradoxa sammele ich jetzt mal ungeordnet und freue mich auch über weitere Vorschläge.
- Stärkung der Hauptschulen vs. Gemeinsames Lernen bis Kl. 9
- Authentizität der Lehrperson vs. Objektivierung des Unterrichts
- Eigenverantwortliche Schule vs. schulübergreifende Vergleichsarbeiten und Zentralabitur
- Berücksichtigung unterschiedlicher Entwicklungsstufen vs. Vergleichsarbeiten
- Gleichstellung verbeamteter und angestellter Lehrkräfte vs. Massives Anwerben “schulfremder” Lehrkräfte
- Team-Teaching vs. chronischer Personalmangel
- Stärkung der Medienkompetenz vs. Mangelhafte mediale Ausstattung der Schulen
- “Kerngeschäft” Unterricht vs. Unzählige außerschulische Projekte
- Binnendifferenzierung und individuelle Betreuung vs. Klassengrößen von 35 Schülerinnen und Schülern
wird fortgesetzt…